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Genauestes lässt sich über das exakte Entstehungsjahr der Kapelle nicht eruieren.
Tatsache ist, dass 1826 als Gründungsjahr nachweisbar ist. Dass aber bereits wesentlich früher, nämlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Verbindung von Schützenwesen, Bürgergardekapelle und Pfarrmusikern bestanden hat, lässt sich aus den Magistratsprotokollen von 1798 nachlesen.

Das Zusammenwirken von Dilettanten und Pfarrmusikern bildet den ersten Stock einer Stadtmusik, die auch schon Tanzmusik besorgte. Als erster Stadtmusikkapellmeister wird Franz Kurzweil angeführt, über Spielgut, Instrumentierung und Besetzungsstärke ist nichts eruierbar. Die Bürgermusik - wie die Stadtmusik anfänglich hieß - genoss neben der Streichmusik bald großes Ansehen in der damals so wichtigen Stadt Hall, was sich darin äußerte, dass einige Musikanten städtische Auszeichnungen erhielten.
Die Namen der Kapellmeister sind nur lückenhaft bekannt, Tatsache ist, dass diese Position häufig einen Wechsel erfuhr. Das Kriegsjahr 1849 brachte die Kapelle für einige Zeit zum Stillstand, 1851 wird dann die Stadtmusik bzw. Bürgerwehrkapelle wieder neu organisiert. 1868 wurde - ohne Nennung von Gründen - die Kapelle erneut aufgelöst, ehe sie 1872 auf Initiative des damals renommierten Turnvereins wieder installiert. Diese Turnerfeuerwehrmusik hatte aber keinen langen Bestand.


Feuerwehrmusik 1911


Speckbacher Stadtmusik 1921


Kapellmeister
Mag. art. Hermann Pallhuber

 

Von 1875 bis 1910 gab es keine von der Stadt und deren Magistrat unterstützte Kapelle mehr. Musizierfreudige fanden sich in der Zeit in anderen Gruppierungen wie der Salinenmusik, dem städtischen Orchester, dem Kirchenchor u. a.
Ab 1910 stehen richtige Protokollbücher zur Verfügung, das vergangene Jahrhundert lässt sich also gut rekonstruieren.
So ist ein Wiederbeginn der Geschichte unserer Kapelle mit dem Gründungsfest der Feuerwehrkapelle im Jahre 1911 nachweisbar.

Seit dieser Zeit trägt die Kapelle auch die heutige, so typische Tracht. Klingende Namen in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts waren die Kapellmeister Bleyer, Torggler, Kühlwein und Kraus.
Bereits im Vereinsjahr 1913 gab es neben zahlreichen Proben auch einige, vielbeachtete Ausrückungen. Die Kriegsjahre ließen die Instrumente verstummen und ab 1920 heißt die Kapelle dann Stadtmusikkapelle Hall.


Speckbacher Stadtmusik 1921
In den 20-er Jahren wurde auch bereits Auslandsfahrten unternommen, so etwa nach München.
Andreas Kraus führte die Stadtmusikkapelle an ein sehr hohes Niveau heran, bald erlangte sie einen äußerst guten Ruf im ganzen Land und darüber hinaus.
Nach der Ära Kraus, die 1937 endete, wurde Franz Honc neuer Kapellmeister. Auch unter seiner Stabführung unternahm die Kapelle einige Konzertreisen, so nach Tüblingen, Böblingen, Stuttgart, Heilbronn oder Ulm.
Die kontinuierliche Arbeit wurde durch den 2. Weltkrieg - Kapellmeister war von 1940 bis 1943 Alois Fintl - erneut unterbrochen.
So gab es in den Kriegsjahren eine vereinte Kapelle von Saline, Speckbachern und Absam.

Mit Kriegsende beginnt dann die große Zeit von Theo Steiner, der die Kapelle von 1945 bis 1971 an die Spitze der österreichischen Blasmusiklandschaft führt.
Unzählige Auslandsfahrten (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Benelux-Staaten, Liechtenstein, ganz Österreich, ...), Gastkonzerte, Rundfunk-Live-Auftritte, gewonnene Wertungsspiele zeugen von der qualitativ hochstehenden Musizierart der Speckbacher Stadtmusik.

1971 schließlich übernahm Dr. Herbert Ebenbichler die Leitung der Kapelle, der die strenge Schule seines Vorgängers nahtlos fortsetzte und die Kapelle überaus erfolgreich bis in die 90-er führte. Erfolgreiche Fernsehauftritte, Radio-Live-Konzerte, Wertungsspielsiege - u.a. in Spanien - in der Höchststufe waren seine geschätzten Erfolge. Als Obmann des Landesverbands der Tiroler Blasmusikkapellen bestimmte er mit den Speckbachern entscheidend die Entwicklung der Blasmusiklandschaft mit.

Sein Nachfolger wurde Prof. Dr. Robert Tennyson, ein gebürtiger Amerikaner, der die Kapelle zum echten sinfonischen Blasorchester ausbaute.

Mit dem Jahr 2001 übernahm nach einem kurzen Intermezzo mit Otto Hornek und Dr. Herbert Ebenbichler an der Spitze, der junge Dirigent Mag. Wolfgang Kostner die Leitung der Speckbacher Stadtmusik Hall.


2002
Ein weiterer großer Erfolg unserer Traditionskapelle war wohl der Sieg im Wettbewerb "Tiroler Blasmusikpreis 2001" in der Höchststufe, bei dem sich die Haller Blaujacken einmal mehr als Österreichisches Spitzenorchester behaupten konnten.

Auf internationaler Ebene konnte die Stadtmusik mit dem Doppelsieg in der Kunststufe beim Blasmusikwettbewerb im schweizerischen Goldach im September 2002 auf sich aufmerksam machen.


2005 überzeugten die Speckbacher beim Tiroler Landeswertungsspiel mit der zweithöchsten Punkteanzahl und beim Südtiroler Landeswertungsspiel mit der dritthöchsten Punkteanzahl.

Im Mai 2007 erreichten die Haller Blaujacken die höchste Punktezahl aller teilnehmenden Orchester beim Konzertwertungsspiel im Rahmen der Internationalen Musiktage Vöcklabruck und gewannen damit den begehrten "Windstab 2007" in der Kunststufe!

Möge der Speckbacher-Geist in diesem Sinne fortgeführt werden!




 

  

 

 

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